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Wie entstehen Knochendefekte?

 

 

 

1. Die häufigsten Ursachen für Verluste am Schädelknochen (Kalotte) entstehen unzweifelhaft durch Verletzungen (Bruch oder Zertrümmerung) bei Sturz oder anderen Gewalteinwirkungen (Trauma). Mehr oder minder groß verbleiben oft Defekte der knöcherner Strukturen, die dazu führen, dass auch nach einer Abheilung der Weichgewebe die bedeckende Kopfhaut auf der darunter liegenden Hirnhaut (Dura mater) liegt und mit dieser verwächst.

 

 

 

2. Aber auch eine bewusste, chirurgische Entfernung von Teilen des Schädelknochens wird notwendig, wenn nach einer Gewalteinwirkung oder auch durch Blutungen im Gehirn (Schlaganfall) dieses anschwillt und der Hirndruck ansteigt. Unter bestimmten Umständen werden dann Teile des Schädelknochens vom Chirurgen entnommen, damit sich das Hirn ausdehnen kann. Dieser Knochen wird im Regelfall unter speziellen Bedingungen aufbewahrt und kann nach einer gewissen Zeit auch wieder operativ eingesetzt werden, wenn sich die Schwellungszustände des Zentralnervensystems zurückgebildet haben. Dies ist aber nicht immer möglich.

 

 

 

3. Schließlich ergibt sich auch manchmal die Notwendigkeit, bei bestimmten Neubildungen (Tumor, Meningeom), die den Schädelknochen durchwachsen oder befallen haben, diese mit dem betroffenen Knochen zu entfernen.

 

 

 

4. Eine sehr seltene Möglichkeit eines Schädelknochendefektes resultiert noch daraus, wenn Kinder mit Nichtanlage von Teilen des Schädeldaches geboren werden. Auch in solchen Situationen bedarf es, wenn auch oft erst später, einer Behandlung.

 

 

 

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